Yasni und Reputation Defender Abzocke?

10. April 2008 von Martin | Erstellt in Gute Werbung, Schlechte Werbung, Kaum zu glauben

Heute zum Thema: “Wie man im Internet mit gutgläubigen Usern Geld macht”.

Schaut euch das mal an:

Schritt 1.

Schritt 2.

Schritt 3.

So eine dreiste Abzock-Kooperation habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Yasni das sinnlose API-Mashup Portal kooperiert seit kurzem mit ReputationFinder – “Entfernen Sie noch heute unerwünschte Inhalte aus dem Internet” …. aha … der Erfahrene Internetuser müsste jetzt bereits skeptisch sein.
Reputationdefender bietet gegen eine Gebühr die Beseitigung unangenehmer Altlasten an – sofern dies überhaupt möglich ist, denn die Betreiber von Websites müssen dies, wenn es sich nicht um Beleidigung, üble Nachrede oder Ähnliches handelt, keineswegs machen. Versucht wird auch, Äußerungen, Gerüchte oder Diffamierendes, das von anderen stammt, durch Anfragen bei den Hostern zu löschen.

Geheim, ist natürlich die Methode – klar ;) Lasst mich mal Raten …. hmmm …. Freundliche E-Mails und wenn das nicht Hilft wird einfach Abgemahnt was könnten die sonst schon tun.

Wenn wir mal annehmen, das sie das wirklich können, was sie versprechen, wie wird dann sichergestellt, das sie auch nur Content löschen, das den Auftraggeber betrifft? Sprich, kann ich die beauftragen, allen content zu einem Konkurenzprodukt zu löschen?

Fazit: Hier stinkt es gewaltig nach Abzocke.

Betroffene können Sich gerne bei uns melden – wenn sich Leute finden die dem Angebot auf den Leim gegangen sind könnte das für die Medien sicher interessant sein.

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11 Kommentare
  1. wie bei google oder bei anderen suchmaschinen ist es wohl nicht ganz so leicht, seine einträge zu entfernen oder entfernen zu lassen. schon erst recht nicht wenn jemand anderes etwas geschrieben hat:

    zitat v. google über dieses thema:

    “vielen Dank für Ihre E-Mail. Auch wenn wir Verständnis für Ihr Anliegen
    haben, können wir Ihnen in dieser Angelegenheit leider nicht helfen.
    Google ist ein Informationsanbieter, kein Vermittler. Wir übernehmen keine
    Verantwortung für den Inhalt der zahllosen Nachrichten in unserem Archiv.
    Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer Beschwerde direkt an den Autor der
    betreffenden Nachricht zu wenden.

    Wir sind nicht in der Lage den Wahrheitsgehalt von Kommentaren zu
    beurteilen, die von Dritten auf unserer Website gepostet werden. Eine
    solche Feststellung muss durch ein öffentliches Gericht oder eine andere
    staatliche Institution erfolgen. Daher werden gemäß unseren Richtlinien
    und in Übereinstimmung mit Abschnitt 230(c) des Communications Decency Act
    des US Federal Law angeblich diffamierende Nachrichten nicht entfernt.
    Falls Sie rechtliche Schritte gegen den Autor einleiten, werden wir
    selbstverständlich sämtlichen Anordnungen bezüglich der betreffenden
    Nachricht Folge leisten.”

    die frage ist eben, löscht myReputation nur die einträge aus yasni raus oder gleich aus’m Internet?

    mein resüme: yasni.de + reputationdefender.com karteln zusammen und lassen uns blöd dastehen.

    was lernen wir daraus: leute bleibt sauber,und achtet darauf was ihr schreibt. aber ihr könnt euch leider nicht dagegen währen, wenn jemand anderes über euch üble dinge zitiert und den namen im klartext erwähnt ….
    ausser ihr lasst euch vermeindlich abzocken….

    insgesamt also ein thema, worüber wir die nächsten jahre noch häufig darüber stolpern werden…

    the knight of stolen rights

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    theBiggerE vor 4 Jahren
  2. Hmm … das ist dann so ein Fall von “wie mans macht macht mans falsch”. Wir haben uns zu dieser Kooperation entschlossen, weil es immer wieder Leute gab, die diese Dienstleistung gewünscht haben und wir sie weder selbst anbieten wollen (als Suchmaschine will man ja eher mehr als weniger Ergebnisse) noch können (ReputationDefender macht das seit vielen Jahren).

    Also seid mir nicht böse – aber das als dreiste Abzocke zu bezeichnen ist hanebüchen – man soll in Schritt 2 die Ergebnisse markieren um sie einem Personenprofil hinzu zu fügen, nicht um sie zu entfernen und als Geschäftsmodell wäre das gaaanz extrem dünn für uns.

    Steffen vor 4 Jahren
  3. Ich denke “Abzocke” sieht Martin in dem Fall so: Einen Dienst anbieten und einen unerfahrenen User Geld zahlen lassen, für eine Sache, die unserer Meinung nicht korrekt möglich ist.

    dali vor 4 Jahren
  4. ReputationDefender ist eher eine Dienstleistung – wir sehen ja selbst in den User-Emails, dass viele halt nicht so erfahren sind oder keine Zeit haben, um die richtigen Schritte anzugehen. Sicher ist nicht alles möglich, aber z.B. schon allein die richtigen Kontaktwege oder Benachrichtigungswege zu kennen und zu nutzen kann man als Dienstleistung sehen.

    Steffen vor 4 Jahren
  5. das mag ja alles richtig sein mit der dienstleisterei,

    aber die ReputationDefender werbung, die auch bei yasni
    zu bestaunen ist, ist irreführend!

    Zitat werbung:
    “Entfernen Sie noch heute unerwünschte inhalte”

    hier fehlt eindeutig der konjunktiv ….

    nicht nur der deutsche gesetzgeber hat regeln für solche dinge….

    es lebe der mündige benutzer, der aber auch nicht alles wissen kann, das ist zuviel verlangt und deswegen gibt es diesen beitrag.

    und das finde ich auch gut so :-)

    der einfache benutzer ist der held!

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    theBiggerE vor 4 Jahren
  6. kurzum:
    zu behaupten ReputationDefender “entfernt Inhalte aus dem Internet”
    kann wie oben schon beschrieben irreführend sein.

    aber trotzdem ist es wichtig, dass benutzer falsche inhalte entfernen lassen können. zumal es wirklich ein großer aufwand ist, so etwas in die wege zu leiten.

    beispiel:
    AB hat über XY defamierendes in einem blog gepostet. nicht nur in der BRD, sondern in den USA, KAMERUN, etc.. google und andere suchmaschinen grassen in der zwischenzeit fleissig das internet nach einträgen ab. yasni und andere grassen wiederum die suchmaschinen ab.

    nach geltendem recht muss XY in jedem land im ungünstigsten fall juristische mittel einleiten, um die beiträge von AB entfernen zu lassen. erst recht, wenn sich AB quer stellt.

    das kann doch wirklich nicht sein, oder?

    doch solche dinge passieren ständig.

    ich hätte es gerne, dass jeder benutzer das recht bekäme zu entscheiden, ob pesönliche einträge über seine person bei google, yasni etc. überhaupt erfasst werden dürfen.
    nicht das im vorfeld erst einmal alles kinderleicht gescant wird es aber sauschwer ist die daten im nachhinein wieder entfernen zu lassen..

    das kind sollte gar nicht erst in den brunnen fallen,…

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    theBiggerE vor 4 Jahren
  7. Willkommen im Internet!

    Ich finde den Dienst eigentlich gar nicht so schlecht. Zumindest die Grundidee!

    Leider, ist wie so oft die Theorie weit von der Praxis entfernt!

    dali vor 4 Jahren
  8. Man kann nicht alles sofort verteufeln, nur weil man es nicht versteht.

    Außerdem kommt es hier stark auf den Aktionsismus des Einzelnen an, da gibt es “Abzocken” die mit weitaus mehr krimineller Energie durchgeführt werden, auf die man häufiger hinweisen sollte…

    Basti vor 4 Jahren
  9. Meine Erfahrungen mit Reputation Defender sind ausgesprochen negativ. Man bezahlt für eine nicht kontrollierbare Leistung, manche Zahlungen verschwinden im Nirgendwo, und der Kundenservice ist unfreundlich, unfähig und oft schon weit hinter der Schmerzgrenze.
    Eine E-Mailadresse die ich extra für den Kontakt mit Reputation Defender eingerichtet hatte, wurde massiv mit Spam verseucht, also kann es auch mit dem Datenschutz nicht allzuweit her sein.
    Fazit: Tunlichst Finger weg!

    M.W. vor 3 Jahren
  10. Da wir von Datenwachschutz die gleiche Dienstleistung allerdings zu günstigeren Konditionen anbieten, muss auch ich den provozierenden Ausdruck “Abzocke” so interpretieren, dass der Blogschreiber als Insider weiß, wie man bei diesem Service vorgeht. Aber auch , wenn ich Benzin verkaufe, lasse ich mir diese Dienstleistung bezahlen, obwohl das auch jeder selbst zu können scheint. Es gibt immer Leute, die entweder aus Unerfahrenheit oder Faulheit andere beauftragen. Dass Yasni, die bis März zusätzlich mit Datenwachschutz.de kooperierte nunmehr exklusiv auf Repdef setzt ist mir als Betroffenem nur mit massiven Druck oder finanziellen Gründen erklärbar. Die vorherige Zusammenarbeit war unbelastet und auch mit RepDef gab es keine Problem, da die Geschäftsmodelle nicht unbedingt konkurrieren. Also lass die Kirche im Dorf, sonst ist jeder Datentypist ein Abzocker, weil das auch jeder kann.

    datenwachschutz.de vor 3 Jahren
  11. Es ist vielleicht interessanter zu wissen, ob man für sein geld einen sinnvollen Service bekommt, als das Wort Abzocke definieren zu wollen:
    Nach meinen Erfahrungen mit reputation defender kann ich die Anmerkungen von M.W. nur bestätigen.
    Ist man noch kein Kunde, bekommt man auf emails Antwort innerhalb weniger Stunden. Ist man Kunde, kommen Antworten bestenfalls nach mehrmaligem Nachfragen. Gute Englischkenntnisse werden dabei vorausgesetzt. Was man bekommt ist eine in der Priorität umgekehrte Trefferliste, so wie man sie mit etwas Geschick auch mit Suchmaschinen erstellen kann. Durch die Umkehrung denkt man zunächst: Die finden aber versteckte Sachen.
    Ganz obskur wird es beim “Löschen” von Inhalten. Auf mehrfaches Nachfragen, was denn gemacht wurde, erhält man keinerlei Antwort. Irgendwann kommt dann die Mitteilung: Wir haben uns sehr bemüht, aber es hat nicht geklappt. Das Geld wird natürlich trotzdem abgebucht.

    MK vor 3 Jahren

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